„Überzeugendes Beispiel für Inklusion“

Behindertenbeauftragter der Bundesregierung besucht Integrationsfirma

Ellen Wiethof erklärt die gelungene Inklusion. Anneliese Schulte-Döinghaus, Ortsvorsteherin von Varensell, Wenzel Schwienheer, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes, die MdBs Hubert Hüppe und Ralph Brinkhaus sowie Geschäftsführer Ralf Hesse hören zu.
Ellen Wiethof erklärt die gelungene Inklusion. Anneliese Schulte-Döinghaus, Ortsvorsteherin von Varensell, Wenzel Schwienheer, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes, die MdBs Hubert Hüppe und Ralph Brinkhaus sowie Geschäftsführer Ralf Hesse hören zu.
Wenn es nach Hubert Hüppe ginge, sähe es in viel mehr Betrieben so aus wie bei der Firma Großewinkelmann in Varensell. Hubert Hüppe ist der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung und hat gemeinsam mit dem CDU-Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Ralph Brinkhaus das Unternehmen in Rietberg besucht. Der Besuch gehört zu Hüppes Kampagne „Unternehmen Inklusive Arbeit“ mit der er mehr behinderten Menschen Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt verschaffen will.“

Das Rietberger Unternehmen, das sich auf Zaun- und Torsysteme sowie Stall- und Weidetechnik spezialisiert hat, beschäftigt elf Mitarbeiter mit psychischen oder geistigen Handikaps. Darüber hinaus arbeiten weitere zehn Mitarbeiter vom Wertkreis Gütersloh in dem Betrieb. Das Besondere: Die Mitarbeiter arbeiten nicht in einer speziellen Integrationsabteilung, sondern sind über das ganze Unternehmen verteilt im regulären Produktionsprozess eingesetzt. Vor zwei Jahren ist die Firma, die insgesamt 130 Mitarbeiter beschäftigt, für das vorbildliche Engagement mit dem Sozial-Oskar des Kreises Gütersloh ausgezeichnet worden.
 
„Was hier praktiziert wird, ist nicht nur Integration, sondern echte Inklusion“, freut sich Hüppe. „Großewinkelmann ist ein überzeugendes Beispiel dafür, dass Inklusion funktioniert.“ Das geglückte Beschäftigungsmodell, das den elf festen Mitarbeitern einen Arbeitsplatz am ersten Arbeitsmarkt ermöglicht, haben die beiden Geschäftsführer Frank und Ralf Hesse gemeinsam mit Personalleiterin Ellen Wiethof vor drei Jahren eingeführt. „Wir hätten sonst bewährte Mitarbeiter an ein benachbartes Integrationsunternehmen verloren“, erklärt Frank Hesse. „Man sieht daran, dass Menschen mit einem Handikap auf dem Arbeitsmarkt durchaus gefragt sind“, stellt Brinkhaus fest. „Auch Menschen mit einer Behinderung sind gut und teilweise besser für bestimmte Aufgaben qualifiziert als andere.“
 
Aus der eigenen Erfahrung heraus appelliert Hesse an andere Unternehmen, dieses Potenzial an Arbeitskräften nicht ungenutzt zu lassen. „Außerdem haben Unternehmen bei der Einrichtung behindertengerechter Arbeitsplätze ein Anrecht auf Hilfen und Fördermittel ", so Hesse. Wenn sich der Geschäftsführer und die Personalleiterin allerdings etwas wünschen könnten so wäre es eine größere Transparenz bei den Hilfestellungen. Außerdem müssten die Regelungen für die Rentenansprüche behinderter Mitarbeiter klarer geregelt werden, wenn diese auf den ersten Arbeitsmarkt wechseln.

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